Das waren sicher die Moslems...oder die FPÖ. Die SA konnte auch nicht neben der SS bestehend bleiben. Rechtsextreme mögen Monotonie. Weiß man was passiert ist, kurz nach einer erfolgreichen Wahl für das BZÖ und einem erstarkten Haider?...’tschuldigung, ich hör schon auf (,den Teufel an die Wand zu malen, der ohnehin bereits auf allen Plakaten zu sehen ist).
Kondolenz! Eine politische Feindfigur ist tot. Auch wenn man sich das im Vorhinein nicht vorstellen kann, es schockiert gerade jemanden wie mich. Immerhin wusste ich meine gesamte Jugend hindurch, wo einer der gegnerischen Leader sitzt, er war uns sicher wie die Gletscherschmelze – aber selbst die ändert sich.
Ich teile die Meinung Vieler nicht völlig. Natürlich war er ein Querstreber, aber das vor allem rhetorisch – und das ist Strache ebenso, einer der das Maul aufreißt, um zu zeigen, wie mutig er ist.
Inhaltlich wurde er vor allem von Schüssel in Sachen Asylpolitik „übernommen“ – das bedeutet: er hatte zwar manche konkrete Ideen, aber andere hatten sie umgesetzt. Diese Ideen schufen sehr viel Leid und Ungerechtigkeit, weshalb ich ihm dieses Ideenschmieden nicht hoch anrechnen kann.
Das populistische und später reale Herumhaken auf eine ohnmächtige Gruppe von Menschen in diesem Land, ist weder besonders ehrbar, noch besonders clever. Im Grunde hatte er solcherlei Propagandamaßnahmen von jenen abgekupfert, deren Arbeitspolitik er gelobt hatte. Aber das will ja heute keiner mehr hören, ansonsten müsste man sich mit wirklich üblen Dingen im eigenen Land beschäftigen – und damit meine ich nicht Hundekot in der Wiener Innenstadt. Und über Tote…na, ihr wisst schon.
Gegen den Mainstream schwamm er nur insofern, als dass sich der Jurist manchmal juristisch bedenklich verplapperte und der einzige erfolgreiche rechtsextreme Leader war, ehe Strache kam. Super.
Wenn die Grünen sich als einzige Partei, seit ihrer Gründung, für Umweltschutz, nachhaltige Energiegewinnung, Menschenrechte für AsylwerberInnen und MigrantInnen, sowie immer noch real für Minderheiten-, vor allem für Frauen- und Schwulenrechte einsetzten, was andere Parteien bereits aufgaben; wenn ihre Ideen gelegentlich aufgegriffen werden, wenn die Murenabgänger bereits vor der Türe des Parlaments stehen, so interessiert das keine Sau. Warum? Weil’s scheinbar linke Zecken sind, lauter Studierte, auf die man nicht hören, aber aus unerfindlichen gründen neidisch in diesem Land sein muss, sind; und weil die Kronenzeitung nicht über sie schreibt. Über den Haider schon, über den schreibt auch nach seinem Tode das gesammte europäische Ausland. Er war nicht der beste oder einzige Gegenmainstreamschwimmer, aber er war bekannt wie ein bunter Hund, eben weil sich zu laut bellen traute – eher ein brillanter Populist im Allgemeinen, als ein brillanter Rhetoriker im Speziellen.
Hier und da ein Missgriff, ein falsches Wort, schon war er in der Presse. Und er konnte sich auf sein jeweiliges Publikum einstellen. Man vergleiche Interviews auf Ö1, Diskussionen im ORF-TV und Reden im kärntnerischen Bierzelt: Der Unterschied ist bemerkenswert.
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