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Autor Thema: Computerspiel Schuld an Mord?  (Gelesen 8258 mal)
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Duke o´Cord
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« Antworten #30 am: 30. März 2005, 12:11:42 »

Das ist eine Standart-Floskel...und was soll das überhaupt bedeuten?
Das wir Menschen in jeglicher Hinsicht unser Bestes geben? Das glaube ich nicht.
Ich weis schon, dass ein Druck aufgrund zu erbringender Leistung schon immer existierte. Aber was soll mir das über den den Leistungsdruck von heute sagen???

Leistungsdruck ist immer degenerierend. Auch evolutionär wurde herausgefunden, dass es nicht die Besten, oder Spezialisiertesten sind die überleben und sich weiter entwickeln.
Es ist der Durchschnitt der bestehen bleibt, womit auch darwinistische Argumentationen, der Leistungsdruck sei etwas förderliches, der Vergangeheit angehören.

Das Betrifft auch die Frühmenschen. Der Neantertaler war wesentlich spezialisierter und angepasster als der Homo sapiens. Genau das schien der Grund gewesen zu sein warum er ausstarb.
« Letzte Änderung: 27. April 2005, 14:41:19 von Duke o´Cord » Gespeichert

Es sind mehr Menschen an ihren Ängsten gescheitert, als an ihren Träumen.
Holger
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« Antworten #31 am: 27. April 2005, 14:24:04 »

Zitat
Leistungsdruck ist immer degenerierend. Auch evolutionär wurde herausgefunden, dass es nicht die Besten, oder Spezialisiertesten sind die überleben und sich weiter entwickeln.
Evolution dauert sehr, sehr, sehr lange Zeit, doch das Phänomen, über welches wir sprecher ist ein sehr, sehr, sehr junges....
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Duke o´Cord
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« Antworten #32 am: 27. April 2005, 14:43:28 »

Richtig! Grundsetzlich muss man auch zwischen LeistungsDRUCK und dem Erbringen gefordeter LEISTUNG unterscheiden.
Ich halte zB. nichts von der "These" dass man nur mit Elenbogentechnik durchs Leben kommt.

In der Ruhe liegt die Kraft.
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Azrael
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« Antworten #33 am: 27. April 2005, 15:14:35 »

@Duke:
Mit Leistungsdruck meine ich die Leistung die wir erfüllen wollen oder die wir glauben erfüllen zu müssen.
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Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde.
Christian Morgenstern (1871-1914), dt. Lyriker
Duke o´Cord
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« Antworten #34 am: 29. April 2005, 14:39:29 »

"Bedeutung für einen Karatekämpfer hat weder Sieg noch Niederlage, sondern nur die Vervollkommnung seines Charakters"

Richtlinie des Shotokan Karate Do

Wie sich schon in deinem Satz verbirgt:

Zitat
...Leistung die wir erfüllen wollen oder die wir glauben erfüllen zu müssen.
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« Antworten #35 am: 06. Mai 2005, 22:04:59 »

Zurück zum Mord!

In einer Gesellschaft, welche sich über einige wenige Werte verbindet, muß ein Riss entstehen, wenn die Jugend andere Werte miteinfließen lassen möchte.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser eine Junge tatsächlich durch dieses Spiel ursächlich angetrieben worden ist, einen Mord zu begehen, doch wird dieser Junge wohl nur eine sehr kleine Minderheit repräsentieren. Man sollte zuerst die großen Übel der Gesellschaft anpacken, bevor man sich den kleinen zuwendet. z.B.: große Arbeitslosigkeit in den Kleinstädten am Land, wenig Spiel-/Grünfläche in den größeren Städten, Gang, Rassismus, Glaubenshatz, Privatverschuldung... (die Reihenfolge soll keine Wertung sein)
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Duke o´Cord
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« Antworten #36 am: 09. Mai 2005, 14:54:01 »

Zitat
(die Reihenfolge soll keine Wertung sein)
Richtig! Und darum sollte man sich ebenso die Zeit nehmen, sich über solche "Aussenseiter-Morde" Gedanken zu machen, wie über die "Großen Probleme".
Viele unserer gesellschaftlichen Untiefen haben immerhin ähnliche oder die selben Ursachen, wie der Amoklauf eines Jugendlichen. Du sprachest bereits
die Themen: Glaubenshatz, Rassismus, Gangs an.
Sind dies nicht Symptome von gesellschaftlichem Aussenseitertum und der Verlorenheit Einzelner in menschenunwürdigen Situationen?
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« Antworten #37 am: 05. Juni 2005, 11:39:54 »

...menschenunwürdigen Situationen???

Jeder ist seines Unglückes Schmied! (sagt irgendwann einmal eine intelligente Person...)

Die Gesellschaft hat keine Verantwortung gegenüber einzelnen Persönlichkeiten, die es vorziehen, alleine zu sein.
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Duke o´Cord
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« Antworten #38 am: 12. Juni 2005, 15:02:00 »

Sehr wohl. Die Gesellschaft hat die Verantwortung auch dei Einzelgänger n ihrer Individualität zu schützten, solange sie sich an die Spielregeln halten.
Und es gibt menschenunwürdige Situationen für die man keine genaue Wertigkeit festlegen kann, die Menschen in das "gefährliche" Gesellschaftliche Out drängen.

Das passiert und es geht in keinster Weise darum, wer daran Schuld hat...
« Letzte Änderung: 27. Juni 2005, 11:11:08 von Duke o´Cord » Gespeichert

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« Antworten #39 am: 27. Juni 2005, 09:26:02 »

Spielregeln:

Amoklauf, Gang, Rassismus, Glaubenshatz, Privatverschuldung... sind jenseits aller Spielregeln!!!!!!!!
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« Antworten #40 am: 27. Juni 2005, 11:16:27 »

Richtig! Aber Menschen die es vorziehen allein zu sein, brechen nicht automatisch die Spielregeln der Gesellschaft und nicht jeder hat die Möglichkeit seine Schicksals eigener Schmied zu sein.

Wer der Gesellschaft direkten Schaden zufügt ist selbst schuld, wenn er eine auf den Deckel bekommt. Man muss aber sehr darauf achten, dass die Gesellschaft sich nicht gegen Menschen richtet, die nur störend sind.
zB.: Obdachlose, Asylanten, Türkisch Abstämmige.
« Letzte Änderung: 28. Juni 2005, 15:52:07 von Duke o´Cord » Gespeichert

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« Antworten #41 am: 28. Juni 2005, 07:33:43 »

Es ist immer schön, wenn man sich auf die Gesellschaft ausreden kann.

Ich habe die Verantwortung gegenüber Randgruppen (Obdachlose, Asylanten, Türkisch Abstämmige...), Du hast die Verantwortung gegenüber Randgruppen, Er/Sie ebenfalls.

Es hilft wenig, immer die Gesellschaft vorzuschieben, zu sagen, sie ist schuld!
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Duke o´Cord
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« Antworten #42 am: 28. Juni 2005, 16:00:42 »

Aber die Gesellschaft steht für den gesamten Spielraum in dem sich unsere
menschliche Existenz ereignet. Für den Einzelnen wäre es sicher irreführend, die Ursache seiner Probleme allein der Gesellschaft zu zuschreiben, doch sollte die Mehrheit derer, aus denen sich die Gesellschaft zusammensetzt, stets bewusst sein, dass so gut wie alles was in unseren Gedankenwelten vorgeht,
durch sie geprägt ist.
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« Antworten #43 am: 29. Juni 2005, 12:59:41 »

Die Gesellschaft ist nur der kleinste gemeinsame Nenner unserer Werte und Prägungen.... sie ist mitnichten der gesmate Spielraum unseres Lebens.
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Duke o´Cord
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« Antworten #44 am: 30. Juni 2005, 07:51:27 »

Mit einem gemeinsamen Nenner kann man das nicht vergleichen, es sei denn, mit einem der variiert.
Vielmehr sehe ich die Gesellschaft als ein heterogenes Gebilde idealer Strömungen, ein Meer aus geistigen Konstrukten und biosoziologischen Schemata, die unsere Sein (mit)bestimmen.
Meines Erachtens die Basis unseres Seins.
Fällt es einem doch sehr schwer, irgend einen Einfluss auf das Menschsein zu entdecken, der nicht gesellschaftlich geprägt ist.

Und wenn so ein Gauner eine schlechte Kindheit hatte, dann ist das mehr als ein Klichee.
« Letzte Änderung: 08. Juli 2005, 15:58:53 von Duke o´Cord » Gespeichert

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