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Autor Thema: Computerspiel Schuld an Mord?  (Gelesen 8259 mal)
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Azrael
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« am: 18. Februar 2005, 01:36:01 »

GTA Schuld an Mord?

Grand Theft Auto wird mal wieder für ein Kapitalverbrechen verantwortlich gemacht. Nachdem ein Jugendlicher drei Menschen getötet hat, werde Publisher Take 2 einem Bericht der LA Times zufolge von Angehörigen der Opfer für die Veröffentlichung von GTA 3 und GTA Vice City verklagt. Sony wird in der Anklageschrift aufgeführt, weil die Spiele auf der Playstation 2 gespielt wurden. Die Händler Wal-Mart und Gamestop stehen ebenfalls vor Gericht - hier hätte der Junge die Spiele trotz einer nicht erfüllten Altersbeschränkung von mindestens 17 Jahren kaufen können.  
Quelle:pcgames.de


Was meint Ihr?
Sind Videospiele schuld an Gewaltverbrechen?

Also ich finde das als leidenschaftlicher Spieler, ein ausgemachten Blödsinn! :ziegel:
« Letzte Änderung: 18. Februar 2005, 01:36:27 von Azrael » Gespeichert

Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde.
Christian Morgenstern (1871-1914), dt. Lyriker
Isidor
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« Antworten #1 am: 18. Februar 2005, 12:55:43 »

Gewalttätige Computerspiele können sicherlich, einen dementsprechend gewaltbereiten Charakter vorausgesetzt, die Hemmschwelle senken. Doch würde ich die Schuld nicht allein den Spielen geben. Erst die Summe von Faktoren wie Elternhaus, Freundeskreis, Beziehungen und den Medien führt meiner Meinung nach zu eventuellem Ausüben von Gewalt.
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Holger
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« Antworten #2 am: 18. Februar 2005, 17:21:58 »

Diese Unterstellung ist so alt...

...in vielen anderen Kulturkreisen, in denen auch gewalttätige Computerspiele gespielt werden, laufen die Jugendlichen ja auch nicht Amok, oder???

@Isidor:

Ich bin vollkommen deiner Meinung! Es ist die Summe der Faktoren die zählt.
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Azrael
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« Antworten #3 am: 21. Februar 2005, 17:47:34 »

@Holger:
Würde mich interessieren welche Länder du in welche Kulturkreise steckst Zwinkernd

@all:
Meiner Meinung nach liegt es sicher auch wie Isidor gesagt hat an vielen Einflüssen.
Nur ich würde nicht immer die Schuld in den Medien und in der Gesellschaft suchen.
Der Jugendliche kann einfach falsch erzogen worden sein.

Oder was niemand je sagt, was ist wenn der Junge einfach böse war und es Ihm Spaß machte die Leute umzubringen?
Einfach ein böser Mensch. Punkt aus. Und ned die oder die sind schuld,?
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Christian Morgenstern (1871-1914), dt. Lyriker
Holger
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« Antworten #4 am: 22. Februar 2005, 10:40:13 »

In Europa gibt es enige Kulturkreise, in Amerika gibt wieder andere, in Asien noch andere..... Kulturkreise eben, Menschen die sich auf gewisse Werte geeinigt haben...
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Duke o´Cord
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« Antworten #5 am: 22. Februar 2005, 13:06:41 »

Ich denke schon dass es gewisse Spiele gibt, die bei entsprechend labilen Menschen, in erster Linie Kinder, einen Einfluss auf ihr Verhalten in der Realität haben kann.
Allerdings setzt dies sicher eine gewisse Gewaltbereitschaft voraus.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass unsere Genaration mit Spielen aufgewachsen ist, die gar nicht die medientechnischen Möglichkeiten hatten, Gewalt so dar zu stellen, wie dies heute möglich ist (Auch wenn bei Packman Monster 'gefressen' werden Zwinkernd ).
Wir sind mit der Zunahme der Gewaltdartellung 'mitgewachsen' und verfügen über die Reife, dies von der Realität zu trennen.

Ich würde den Großteil der heutigen PC-Spiele nicht mehr von Kindern spielen lassen.

Nicht allein aufgrund der Dichte der realitätsnahen Darstellungen von Gewalt,
sondern wegen der Pragmatik, der Kalkulation von Nutzen und Wirkung der Gewalt, die in den Spielen vor Augen geführt wird.
Sehen wir uns das Strategiegenre an. Man lernt dort schnell, dass militärische Überlegenheit und Rücksichtlosigkeit auch gegen eigene Truppen, der Schlüssel zum Erfolg sind. Natürlich. Es ist auch nicht echt und zudem ist dies der Sinn solcher Spiele - dies zu erkennen und den 'Sinn' des Spieles nicht in die Methoden zur Bewältigung des Altages einzusetzten, erfordert schon die Fähigkeit sich davon zu distanzieren, nachdem der Computer abgeschalten ist.
:pc2:
« Letzte Änderung: 25. Februar 2005, 15:26:47 von Agnosis » Gespeichert

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Holger
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« Antworten #6 am: 22. Februar 2005, 13:43:59 »

Ich muß schon zwischen Kindern und Jugendlichen unterscheiden! Kinder haben für gewöhnlich keinen Zugang zu "Gewaltspielen", falls doch hat das rechtliche Konsequenzen. Jugendlichen, speziell über 16 Jahren, wird das Wahlrecht auf kommunaler Ebene zugebilligt, folglich wird von ihnen eine reife Entscheidungskraft verlangt, warum sollte die dann bei Computerspielen wieder eingeschränkt werden. Im übrigen haben labile Menschen so oder so irgendwelche Gründe Amok zu laufen....
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Azrael
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« Antworten #7 am: 22. Februar 2005, 16:49:31 »

Es stellt sich mal wieder die Frage: ?Soll die breite Masse eingeschränkt in Ihrem freien Handeln werden damit man eine Minderheit vor sich selbst schützt??

Also man sollte halt Strengere Gesetzte für die Einhaltung von Bestimmungen einführen.
Zum Beispiel das die Kassafrau immer Kontrolliert ob der Käufer 16 bzw. 18 ist.
Das das Alter auch Online Kontrolliert wird, mit Personalausweisnummer.
Wie es ja bei Erotikseiten schon lange üblich ist.

Denn wenn ein Spiel im Deutschland auf dem Index landet, dann bestellt man sich halt in einem anderem Land,?.
« Letzte Änderung: 23. Februar 2005, 17:03:11 von Azrael » Gespeichert

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« Antworten #8 am: 23. Februar 2005, 09:02:59 »

Eine Sache ist die gesetzliche Regelung zu diesem Thema, eine andere deren Einhaltung...
Ich gebe euch in allen Punkten recht und glaube nicht das ein gewaltreiches Computerspiel bei unreifen Menschen nicht gleich zu einem Amoklauf führen muss.
Allerdings hat es auf solche Menschen nicht unbedingt eine positive Wirkung .
(Was die Auswirkungen bei Computerspiele generell angeht: Ich sage nur, Fettsucht bei Kindern.)
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« Antworten #9 am: 23. Februar 2005, 10:49:25 »

Kinder brauchen Grenzen.

Nur weil die Eltern überfordert sind, dem Kind Grenzen zu setzen, müssen keine Gesetze erfunden werden.

Fettsucht: Wenn ich meinem Kind keine (Ernährungs)Erziehung zuteil werden lasse, brauch ich mich nicht wundern, wenn das Kind fett wird! Im deutschsprachigen Raum gibt es tausende Lebensmittel.... Natürlich ist es meine Pflicht mit dem Kind darüber zu reden!

Bei Computerspiele verhält es sich gleich. Ich kann meinem Kind Grenzen aufzeigen, zeitliche wie räumliche... wo ist das Problem.

Wenn Eltern einfach ihren Pflichten nicht nachkommen, dann ist immer ein anderer Schuld, und ich verteidige hier nicht Wal-Mart....
« Letzte Änderung: 23. Februar 2005, 11:07:07 von Holger » Gespeichert
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« Antworten #10 am: 23. Februar 2005, 15:05:53 »

So viel wurde über Ernährung bei uns zu Hause auch nicht gesprochen.
Meine Mutter hatte von sich aus eine Abneigung gegen "des ganze chemische Klumbat" das in diversen Genuss- und Nahrungsmitteln vorhanden ist.
Auch was Computerspiele und Fernsehen betraf, bewies meine Mutter ein intuitives Gespür dafür, was gut für mich ist und in welchem Maß sie mir diese Medien zu Teil werden lassen konnte.
Im nachhinein weis ich das zu schätzen.
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« Antworten #11 am: 23. Februar 2005, 17:11:06 »

Ich glaube, dass Gesetzte und die Eltern zusammen den Optimalen Weg bilden.
Beim essen ist es wirklich eine Erziehungssache, da ich nicht soweit gehen kann das kleinen Kindern Süßigkeiten zu verkaufen verboten wird. Das würde ein Aufschrei geben Zwinkernd

Aber bei den Videospielen ist halt so eine Sache.
Meist arbeiten beide Elternteile, also haben Sie nicht immer das Kind unter Aufsicht.
Und wenn niemand da ist Spielen Sie halt dann Doom³ weils so cool ist.
Oder bei Freunden etc. Man muss nur mal im Bus die Ohren aufsperren was die Kids sich da so erzählen.
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« Antworten #12 am: 24. Februar 2005, 10:06:32 »

Ich hab damals auch, so wie alle, Duke Nukem 3d gespielt.... du ja auch, und wir haben auch oft darüber geredet... ist das wirklich so schlimm?
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Duke o´Cord
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« Antworten #13 am: 24. Februar 2005, 15:42:11 »

Als Duke Nukem aktuell war, waren wir doch keine Kinder mehr...oder???
:denke:
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« Antworten #14 am: 24. Februar 2005, 15:44:00 »

... da hatte ich meinen ersten pc gekauft.... ich war 14 Jahre alt.... ein Kind??? Wohl schon...
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